Natürliche Schönheit

Naturkosmetik ist Ausdruck eines grünen und gesunden Lebensstils. Wem Herkunft und Qualität bei Lebensmitteln wichtig sind, achtet zunehmend auch bei seiner Kosmetik darauf. Moderne Naturkosmetikprodukte fühlen sich richtig gut an, wirken natürlich und effektiv und bedeuten keinen Verzicht auf Lifestyle. Doch worin genau unterscheidet sich Biokosmetik von konventioneller Kosmetik?

Hier sind zehn Gründe, warum es sich auf jeden Fall lohnt, auf hochwertige Naturkosmetik zu setzen:

1. Die Philosophie: einfach schön

Naturkosmetik steht für authentische und natürliche Schönheit. Achtsamkeit, das eigene Wohlbefinden, eine gesunde und strahlende Haut stehen dabei im Vordergrund - nicht faltenlose Botox-Glätte und Schönheits-OPs. Stereotype Schönheitsideale konventioneller Kosmetik spielen keine Rolle. Zu den Werten von Naturkosmetik zählen vielmehr Ausstrahlung, Energie und die Stärkung der hauteigenen Selbstregulation. Das Credo bei Organic Make-up: Unterstreichen, nicht zupinseln, und mit natürlicher, genussvoller Pflege die eigenen Stärken zum Vorschein bringen und betonen.

2. Die Ethik: partnerschaftlich, sozial und fair

Nicht nur Schutz der Gesundheit und Umwelt stehen im Fokus der Naturkosmetik, sondern auch der Mensch. Viele Naturkosmetikhersteller setzen auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Bio-Kooperativen und Kleinbauern. Sie engagieren sich für regionale Anbauprojekte und Ressourcenschutz, sie unterhalten langfristige Beziehungen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe in Entwicklungsländern, aus denen sie ihre Rohstoffe beziehen.

3. Die Formulierung: wirksame Konzepte

Die Ansprüche an Hautpflege sind gewachsen: Ein modernes Naturkosmetikprodukt ist viel mehr als nur Öl und Bienenwachs - es ist ein komplexes Stoffgemisch, das für eine Wohlfühl-Haut, angenehme Textur und Pflegespaß sorgt. Neben nachhaltigen, ganzheitlichen Konzepten sind Verträglichkeit und Wirksamkeit für echte Naturkosmetik von zentraler Bedeutung.Blüte mit Wassertropfen


 Hochwertige Qualität beginnt in der Basis: Die Ölkomponente einer Emulsion sind naturbelassene, biologische Pflanzenöle und -wachse, die den hauteigenen Lipiden ähneln, ausgezeichnete Pflegewirkung durch ihre Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffe haben, und den Hautstoffwechsel aktiv unterstützen.

In der Wasserphase setzen Naturkosmetikhersteller oft Pflanzen- und Blütenwässer, sogenannte Hydrolate, oder Pflanzensäfte zu, um die Pflegewirkung zu verstärken. Natürliche Emulgatoren – ob pflanzenbasiert, Lanolin oder Bienenwachs - verbinden nicht nur Öl- und Wasserphase, sondern haben gleichzeitig Pflegeeffekte; sie regulieren, glätten, befeuchten die Haut oder sorgen für Rückfettung.

4. Die Wirkstoffe: Verzicht auf Chemie-Cocktails

Naturkosmetik besteht aus natürlichen Rohstoffen, die Mensch und Umwelt schonen. Ob für die Pflegewirkung, für Duft, Farbe oder die Konservierung – naturbelassene, pflanzliche und biologische Rohstoffe sind die Hauptinhalts- und Wirkstoffe echter Naturkosmetik. Dabei liegt das Augenmerk sowohl auf Qualität der Ausgangsstoffe sowie auf die Herstellprozesse. Chemie-Cocktails aus synthetischen Inhaltsstoffen sind in Naturkosmetik tabu. Echte Naturkosmetik ist frei von petrochemischen Substanzen wie Parabene, Silikone, PEGs, Formaldehyd, aggressive Tenside wie SLS (Sodium Laureth Sulfat), Aluminiumsalze und synthetische Duft- und Farbstoffe.

5. Die Öle: Nahrung für Haut & Haar

Konventionelle Kosmetik verwendet oft aus Erdöl gewonnene Paraffinöle, denn sie sind billig, neutral und haltbar. Pflegewirkung haben sie allerdings kaum auf der Haut. Zudem bilden sie einen wasserunlöslichen Film, können die Poren verstopfen und die Eigenregeneration der Haut behindern. Sie gelangen ins Abwasser und belasten unsere Umwelt, da sie biologisch schwer abbaubar sind. Naturkosmetik setzt dagegen auf bioaktive, pflanzliche Öle. Sie sind den hauteigenen Lipiden ähnlich und integrieren sich in das natürliche Triglycerid-Gleichgewicht unserer Haut. Pflanzliche Öle, Fette und Butter beinhalten wertvolle Fettbegleitstoffe wie Polyphenole, Lecithin, Carotinoide, Phytosterole und ungesättigte Fettsäuren, die für eine gesunde Haut, Pflege und Geschmeidigkeit wichtig sind.

Ätherische Öle

6. Die Duftstoffe: aus der Natur

Natürlichkeit wird jeden Tag erlebbar: Statt synthetischen, petrochemisch basierten Duftstoffen und Isolaten sorgen in Naturkosmetik natürliche ätherische Öle, Hydrolate (Blüten- oder Pflanzenwässer) und aromatische Pflanzenextrakte für den angenehmen Duft.

7. Die Waschstoffe: mild & pflanzlich

Zwar sind Tenside als waschaktive Substanz in konventioneller Kosmetik effektiv, allerdings können sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut schwächen, die Haut stark entfetten und sogar Allergien auslösen. Naturkosmetik dagegen enthält milde, pflanzenbasierte Substanzen wie Zuckertenside. Sie schäumen etwas weniger, reinigen aber wirkungsvoll und zugleich mild und sind vollständig biologisch abbaubar.

8. Die Booster: vorbeugen statt Soforteffekt

Make me beautiful - now! Konventionelle Kosmetik setzt meist auf kurzfristige Soforteffekte: Erdölbasierte Inhaltsstoffe wie Silikone etwa sorgen für einen schnell glättenden und seidigen Glanz fürs Haar. Doch langfristig kommt es zum sogenannten Build-up-Effekt, bei dem sich schichtweise die Substanzen auf den Haaren ablagern. Auf Dauer werden sie stumpf, spröde und brüchig. Vaseline und Silikonöle in Anti-Aging Produkten polstern auch die Haut auf und lassen sie durch einen Film, der Feuchtigkeit auf der Haut zurückhält, auf den ersten Blick praller wirken. Die Haut kann dabei aber nicht atmen oder sich selbst regenerieren, und der Boosteffekt ist kurz – und hält nur solange an, wie die Creme auf dem Gesicht bleibt.

Hochwertige Naturkosmetik dagegen stärkt die hauteigenen Repair- und Schutzmechanismen und sorgt langfristig und wirkungsvoll für ein gepflegtes und gesundes Aussehen. Bewährte (Heil-)Pflanzenextrakte und pflanzliche Wirkstoffkomplexe neuerer Forschung sorgen für eine effektive Pflege, die jedem Vergleich konventioneller Pflegeprodukte standhält.

Aloe Vera

9. Die Konservierung: natürliche Systeme

Wir alle wünschen uns sichere und haltbare Kosmetikprodukte, doch nicht auf Kosten der Gesundheit. Konventionelle Kosmetik setzt für die Haltbarkeit künstliche Konservierungsstoffe wie etwa Parabene ein. Allerdings sind diese Substanzen in der Kritik, da sie hormonell wirksam sind, Allergien auslösen können und im Verdacht stehen, Brustkrebs zu begünstigen. Naturkosmetikhersteller arbeiten bei der Konservierung der Produkte dagegen mit Substanzen auf natürlicher Basis. Dazu zählen beispielsweise Bio-Alkohol, antibakteriell wirksame Pflanzenextrakte und reine ätherische Öle.

 

10. Die Qualitätssiegel: biozertifzierte Naturkosmetik

Der Begriff Naturkosmetik ist gesetzlich nicht geschützt. Viele Anbieter kommunizieren ein grünes Image, doch der Unterschied zwischen sogenannter „natur-naher“ Kosmetik, echter Naturkosmetik und zertifizierter Biokosmetik ist für den Verbraucher nicht leicht zu erkennen. Entweder man studiert aufmerksam Etikett und Beipackzettel oder achtet auf Qualitätssiegel als Orientierungshilfe: Wer auf Transparenz, geprüfte und verlässliche Qualität setzt, greift zu echter Naturkosmetik und Biokosmetik mit unabhängigen Gütesiegeln wie NATRUE, ECOCERT, BDIH oder Austria Bio Garantie.

 

Fazit: Naturkosmetik ist wirksam. Und sie ist vielfältig. Welcher Grad an Natürlichkeit, Verträglichkeit und Luxus in den Einkaufskorb und an die eigene Haut kommt, kann allerdings nur jeder für sich selbst entscheiden.

Kompetente Fachberatung hilft dabei. Das TOBS-Team freut sich darauf, Sie individuell zu beraten!

Autorin: Nina D. Jaksch
Fotos: iStock, Pixabay, Pexels