März 07, 2019 4 Lesedauer (Min.)

Gesunde Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren für unsere Gesundheit. Und was wir essen, zeigt sich auch gerne an unserer Haut. Wie wirkt sich unsere Ernährungsweise auf unser Äußeres aus? Welche Fehler sollte man unbedingt vermeiden? Unser TOBS-Guide verrät, mit welchen kleinen Kniffen wir schöne Haut und Genuss unter einen Hut bringen.

Das Sushi-Gesicht

Klingt erstmal positiv, oder? Schließlich erscheint Sushi ziemlich weit weg von Fast-Food, Fertiggerichten und mehrfach gesättigten Fettsäuren. Leider stehen die meisten Sushi-Fans aber auf die dicken Inside-Out- und Maki-Rollen, mit viel Reis und häufig auch (japanischer) Mayo, die Stück für Stück in Soya-Sauce getunkt werden.

Das sind dann die Abende, nach denen uns am nächsten Morgen das Sushi-Gesicht im Spiegel entgegenblinzelt. Und das als erstes vor einigen Jahren von Hollywood-Star Julianne Moore beschrieben wurde. In einem Interview mit dem „New York Magazin“ vermutet die Oscar-Preisträgerin: „Ich denke, es liegt am hohen Salzgehalt. Mein Mann liebt Sushi, aber ich würde es niemals vor einer Preisverleihung essen, weil mein Gesicht dann völlig verquollen wäre.“

Dermatologen nehmen an, dass unser Körper Wasser einlagert, wenn wir Lebensmittel zu uns nehmen, die besonders viel Sodium – also Salz – enthalten, um das Ungleichgewicht wieder auszubalancieren. Während der Effekt des „Aufgedunsen Seins“ ebenso um die Körpermitte und an den Extremitäten auftritt, fällt er im Gesicht eben am ehesten auf. Natürlich reagiert aber nicht jeder (gleich stark) auf sodiumreiche Kost mit einer „puffy“ Augenpartie.

Sushi: Sashimi ist die gesündeste Variante für eine gesunde Haut

Was ist also die Lösung? Komplett auf Sushi verzichten? Auf gar keinen Fall! Dafür ist es viel zu lecker… Statt Inside-Out, Maki und Co. einfach an Nigiris oder am besten noch an Sashimi halten, die puren, rohen Fischfilets. Gerade Lachs strotzt vor gesunden Omega-3-Fettsäuren und hat bis zu 20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm. Ein wahres Super-Food also!

Das Pizza-Gesicht

Einen ähnlichen Effekt wie bei einem Zuviel an Salz, bemerken die meisten auch bei einem übermäßigen Konsum von Kohlehydraten. Typische Gerichte mit jeder Menge so genannter leerer Kalorien sind unter anderem Pizza, Sandwiches und Burger. Aber natürlich auch klassische Snack-Fallen wie Cracker und Bretzel. Generell also Lebensmittel aus Weißmehl, das im Verhältnis zu reinem Vollkornmehl wenige essenzielle Nähr- und Ballaststoffe enthält, den Insulin-Spiegel stark ansteigen und uns dementsprechend schnell wieder in ein Hungerloch fallen lässt.

Die Folge: Heißhunger. Und damit der oft verhängnisvolle Griff zu Fettigem, Salzigen oder extrem Süßen. Das Gesicht reagiert darauf häufig mit Unreinheiten vor allem an der Kinn- und Stirnpartie. Als Ursache vermuten Experten höhere Entzündungswerte im Körper. Aber auch Schwellungen durch verstärkte Wassereinlagerungen – wie beim Sushi-Gesicht – sind zu beobachten.

Die Lösung ist auch hier: Ganz verzichten wäre gut, muss aber nicht. Schließlich macht uns schön, was uns glücklich macht – und das ist in Maßen eben auch mal der Genuss von Schlemmer-Food. So ein Burger lässt sich ja auch einfach ohne Brötchen und mit Salat statt French Fries bestellen. Schmeckt sogar noch besser, weil sich das Fleisch bei guter Qualität viel bewusster genießen lässt. Und die fiesen Kohlehydrate sind kein Thema mehr.

Das Zucker-Gesicht

Die wahrscheinlich aktuellste Frage im Zusammenhang zwischen Ernährung und unserer Haut: Gibt es tatsächlich so etwas wie Verzuckerung? Die Dermatologin Dr. Susanne von Schmiedeberg erklärt im Interview der März-Ausgabe mit der deutschen Vogue: „Bei diesem Vorgang, auch Glykation genannt, verklebt Zucker die Strukturen der Haut. Seine Proteinmoleküle verbinden sich mit den Kollagen- und Elastinfasern, die deren Stützgerüst bilden. Anfangs sind diese Verbindungen noch locker, doch sie werden immer stabiler, die Haut verliert ihre Festigkeit und Elastizität, und Falten entstehen.“

Lollypops aus Zucker

Doch von Schmiedeberg ist auch überzeugt, dass man die Glykation mit der richtigen Ernährung ausbremsen kann. „Je mehr Zucker man zu sich nimmt, und dazu zählen auch Kohlehydrate etwa in Brot und Nudeln, desto stärker verzuckert die Haut. Es macht also durchaus Sinn, ihn zu reduzieren.“

Also warum nicht einfach mit kleinen Schritten anfangen? Zucker im Kaffee muss nicht sein – vorausgesetzt die Kaffeebohnen haben eine gute Qualität. Denn nur stark geröstete Bohnen schmecken herb. Statt Saftschorle vielleicht einfach mal jeden Morgen eine Flasche Mineralwasser mit einigen Orangenscheiben versetzen – schmeckt schön frisch und sieht auch noch toll aus. Sodass wir zusätzlich sogar mehr trinken. Viele kleine Schritte, die zusammen einen großen Effekt auf unsere Haut haben.

Unser Fazit: Bewusst genießen

Gefahren für die Haut lauern leider überall. Doch wer sich dauerhaft alles verkneift, sieht auch schnell verkniffen aus. Wer sich bewusst etwas gönnt, das Leben zu genießen weiß, immer genug Wasser trinkt und an den Lichtschutzfaktor denkt, der strahlt Lebensfreude aus. Und das - das wissen wir doch alle - überwiegt am Ende jedes Fältchen und jedes Pickelchen.

 

Autorin: Pia In der Smitten

Pia in der SmittenIn ihrem ersten Zeugnis stand: "Pia muss lernen, ihren Mitteilungsdrang zu zügeln.“ Daraus wurde nichts - stattdessen wurde es ihr Beruf: Nach Stationen bei Lifestyle-Magazinen in Hamburg, London & New York, zog die heute zweifache Mutter vor 15 Jahren nach München. Als freie Autorin schreibt sie für TOBS über eines ihrer Lieblingsthemen: nachhaltige Kosmetik, die nicht nur von außen schön macht.

 


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