März 09, 2022 5 Lesedauer

Wenn man auf Naturkosmetik umsteigt, kann es durchaus sein, dass es zu Beginn zu leichten Veränderungen auf Haut und Haar kommt. Viele brechen an dieser Stelle ab, weil sie denken, sie würden die neuen Produkte nicht so gut vertragen oder gar, dass Naturkosmetik nicht so pflegend sei wie herkömmliche Kosmetik.

Doch keine Sorge: Es ist ganz normal, dass die Haut beim Umstieg auf Naturkosmetik zunächst einmal mit Entgiftungserscheinungen zu kämpfen hat! Warum das so ist – und warum es sich in jedem Fall lohnt durchzuhalten, möchte ich euch in diesem Beitrag erklären. 

Unsere Haut

Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit ein paar Grundlagen unserer Haut.

Entgiftung - Naturkosmetik

Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmetern das größte Organ unseres Körpers. Die Epidermis bildet die oberste Schicht und ist jene, die wir sehen und fühlen. Man nennt sie auch Oberhaut. Sie besteht aus etwa fünf Schichten verdichteter abgestorbener Hautzellen und ist je nach Hautbereich unterschiedlich dick. Mit bis zu zwei Millimetern an Füßen und Handinnenflächen etwa ist die Hornschicht die dickste dieser fünf Schichten.

Einer der wichtigsten Aufgaben unserer Epidermis: Sie bildet die sogenannte Hautschutzbarriere, die uns von außen nach innen vor Chemikalien, Allergenen oder Erregern schützt.

Die mittlere Schicht der Haut heißt Dermis oder auch Lederhaut. In dieser sind nicht nur die wichtigen Bausteine Kollagen und Elastin beheimatet, man findet hier auch Haarfolikel, Öl- und Schweißdrüsen, das Bindegewebe sowie Blut- und Lymphgefäße. Die Dermis trägt einen großen Teil dazu bei, unsere Hautstruktur zu stabilisieren. Zugleich sorgt sie für die Elastizität der Haut.

Die letzte Hautschicht ist die Hypodermis, auch Unterhaut genannt, welche großteils aus Bindegewebe besteht und mit Fett gefüllt ist. Sie dient vor allem zur Isolierung, also als Schutz vor Kälte aber auch zum Schutz unserer Organe.

Unsere Haut ist jedoch vielmehr als nur eine Schutzschicht zwischen unseren inneren Organen und der Außenwelt. Sie ist nämlich zugleich eines der fünf Entgiftungsorgane unseres Körpers

Der Entgiftungsprozess der Haut

Kommen wir nun zurück zum Umstieg auf Naturkosmetik und damit auch zum Entgiftungsprozess der Haut. Überlegen wir uns mal, wie viele Pflegeprodukte wir an einem Tag so im Durchschnitt verwenden: Vom Duschgel, Shampoo, der Gesichtsreinigung, Tagespflege, Serum bis hin zu Bodylotion und Make-up kommt da schon so einiges zusammen.

Konventionelle Kosmetik enthält in der Regel größere Mengen an synthetischen Chemikalien wie etwa Silikone, Parabenen oder PEGs. Tragen wir täglich eine ganze Reihe von Pflegeprodukten auf, belasten wir Haut und Haar mit diesen potenziell toxischen Substanzen. Diese lagern sich auf Dauer in der Dermis, also der mittleren Hautschicht, ab.

Steigen wir auf Naturkosmetik um, dauert es eine Weile, bis unsere Haut diese Stoffe nach und nach über das Lymphsystem abgebaut beziehungsweise über die Schweiß- und Talgdrüsen nach außen transportiert hat. Die mögliche Folge: Unsere Haut meldet sich mit "Entgiftungserscheinungen". Dazu zählen etwa leichtere Irritationen oder empfindliche Hautreaktionen, Trockenheit oder ein Überschuss an Talgproduktion. Diese Erscheinungen sind aber völlig normal und dauern zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen. Bei manchen treten sie auch gar nicht auf.

Das Silikon blättert langsam ab

Auch bei Haar und Kopfhaut kann es zu solchen Detox-Effekten kommen: Die in konventionellen Shampoos enthaltenen Silikonperlen lagern sich auf der Schuppenschicht der Haaroberfläche ab und versiegeln so das Haar. Da Silikone weder wasser- noch shampoolöslich sind, wird die Silikonschicht auf den Haaren quasi nach jeder Haarwäsche überlagert. Und PEGs, die dazu dienen, dass das Shampoo ordentlich schäumt, machen die Kopfhaut durchlässiger. Dadurch können Sulfate noch tiefer in die Kopfhaut dringen und auf Dauer zu trockener und juckender Kopfhaut führen. 

Steigen wir auf natürliche Haarpflegeprodukte um, müssen auch diese Substanzen erst nach und nach erst einmal rausgewaschen werden. Das geht allerdings nicht von jetzt auf gleich, sondern benötigt etwas Zeit und Geduld: Die alten Silikonmoleküle werden zunächst mit der Zeit brüchig, platzen auf und "verhaken" sich ineinander. So kann es sein, dass das Haar nach dem Waschen zwischenzeitlich etwas schwerer kämmbar ist. Doch durchhalten lohnt sich: Nach einer Weile wird das Haar wieder stärker und baut von sich aus wieder sein natürliches Volumen auf. 

So gelingt dir der Umstieg auf Naturkosmetik

Beim Umstieg auf Naturkosmetik gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten: 

Weg Nummer 1: Du steigst tatsächlich von heute auf morgen um und verzichtest komplett auf konventionelle Kosmetikprodukte.

Unser Tipp: Bei dieser Variante empfehlen wir am liebsten Sets, die gleich mehrere Produkte einer Pflegelinie enthalten. Der Vorteil ist, dass man gleich das ganze Produktsortiment zusammen hat, ohne von jetzt auf gleich immense Summen für Originalprodukte ausgeben zu müssen. Besonders toll eignet sich für den Anfang zum Beispiel die ESSE Sensitive Linie, da Geruch und Textur der einzelnen Produkte wirklich so angenehm wie bei konventioneller Kosmetik sind. Dieses Set ist die perfekte Basis für die tägliche Pflegeroutine. Es beinhaltet einen Gelreiniger, Toner, Feuchtigkeitscreme, Serum und das Sensitive Protect Oil von ESSE.  

ESSE Sensitive - Limited Edition Gift Pack - Naturkosmetik

 

Weg Nummer 2: Die zweite Variante, die für die meisten von euch vermutlich eher in Frage kommen wird, ist ein kontinuierlicher Umstieg auf Naturkosmetik.

Unser Tipp: Am besten brauchst du deine bisherigen Produkte erst einmal nach und nach auf und ersetzt jedes leer gemachte Produkt durch eines aus der Naturkosmetik. Vielleicht bist du aber auch ungeduldig und möchtest schon vorab einen Teil deiner herkömmlichen Pflege mit Produkten aus der Naturkosmetik ersetzen. In diesem Falle rate ich dir dazu, zunächst einmal jene auszutauschen, die du wirklich tagtäglich in deiner Pflegeroutine benutzt. Zum Beispiel deine TagescremeSerum oder aber dein ShampooPeelings die du nur ein- bis zweimal die Woche verwendest, kannst du ruhig erst etwas später ersetzen.  

So kannst du deine Haut beim Entgiften unterstützen

Im Grunde ist unsere Haut schon ein exzellenter Meister der Entgiftung: Schweiß, Talgdrüsen sowie das Lymphsystem verrichten dabei eine hervorragende Arbeit. Wir können sie aber dabei auch gut unterstützen – indem wir unsere Ernährung und unseren Lebensstil ein klein wenig anpassen.

Im Klartext bedeutet das: Reichlich frisches Obst und Gemüse und jede Menge Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertees. Auf Zucker, Junkfood, Milchprodukte, Koffein und Alkohol solltest du besonders während der Umstellungszeit ganz verzichten oder den Konsum zumindest deutlich einschränken.

Idealerweise verzichtest du in der Zeit auch so gut es geht auf Make-up. So werden deine Poren nicht zu sehr verstopft, deine Haut kann die Schadstoffe leichter nach draußen befördern und dein Gesicht muss nicht so intensiv gereinigt werden, was sich positiv auf die Erhaltung deines Hautmikrobioms auswirkt.

Und zu guter Letzt: Bewegung ist nicht nur für Körper und Geist, sondern auch für die Haut gut! Schwitzen trägt wunderbar dazu bei, Giftstoffe freizusetzen. Und eine erhöhte Herzfrequenz steigert die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Haut. Bewegst du dich dann auch noch draußen an der frischen Luft, sorgst du für das berühmte i-Tüpfelchen, denn viel Sauerstoff und Vitamin D machen deine Haut ebenfalls glücklich. 

Autorin: Lisa Schmidt

 

 

Lisa SchmidtIhre Leidenschaft für Beauty- und Lifestyle Themen sowie ihr Marketing-Background führten Lisa zu TOBS. Während ihres Studiums fing sie an, ihr eigenes Konsumverhalten zu überdenken und sich die Frage zu stellen, was da eigentlich tagtäglich mit ihrer Haut in Berührung kommt. In ihren Blogbeiträgen zu vermitteln, dass ein nachhaltiger Lebensstil sowie der Umstieg auf Naturkosmetik nicht zwingend mit Verzicht oder Abstrichen zu tun haben muss, liegt ihr ganz besonders am Herzen.

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