Mai 26, 2017

Sonnenschutzmittel, das hat man uns längst eingebläut, sind das A & O der Hautpflege. Ein kleiner Sonnenbrand mag zwar harmlos scheinen. Doch die langfristigen Folgen von zu häufigen Sonnenbädern ohne UV-Schutz sind alles andere als schön und gesund: Die Haut altert schneller und das Risiko für Hautkrebs steigt. Also cremen wir uns vor jedem Sonnenbad fleißig ein.

Herkömmliche Sonnenschutzmittel gibt es ja quasi wie Sand am Meer. Doch wie sieht es diesbezüglich eigentlich an der Naturkosmetik-Front aus? Gibt es auch Bio-Sonnencreme? Was unterscheidet herkömmliche Sonnenschutzpflege von den Produkten der Biokosmetik? Und wie funktionieren die UV-Filter beim Naturkosmetik-Sonnenschutz? Ein Überblick.

Zunächst einmal hilft es zu verstehen, wovor Sonnencreme eigentlich schützt. Scheint die Sonne, sendet sie zwei Arten von Strahlung aus: UV-A und UV-B. Eine zu hohe Dosis der kürzerwelligen UV-B-Strahlung verursacht den gefürchteten Sonnenbrand. Die längerwellige UV-A-Strahlung wiederum lässt die Haut vorzeitig altern. Insgesamt kann UV-Strahlung zu Schäden in unserer DNA, also in unserem Erbgut führen. Je mehr Schäden, desto größer ist das Risiko für Hautkrebs.

UV-Filter in Sonnencreme: chemisch oder mineralisch

Gute Sonnencremeprodukte schützen sowohl vor UV-A (also vor der unbemerkten Hautalterung) als auch vor UV-B-Strahlung (also vor Sonnenbrand), indem sie die UV-Strahlung quasi abblocken. Dabei gibt es zweierlei Arten wie Sonnenschutz funktionieren kann.

1. Chemische UV-Filter:

Chemische UV-Filter absorbieren die UV-Strahlen und wandeln sie in der Haut in andere Energieformen wie Wärme um. Diese ist für das Hautgewebe weniger schädlich als die UV-Strahlung selbst.

2. Mineralische (physikalische) UV-Filter:

Mineralische UV-Filter bestehen aus kleinen Partikeln, die Sonnenstrahlen reflektieren bzw. streuen - so als würde man lauter winzige kleine Spiegel auf die Haut legen. Meistens handelt es sich bei den Partikeln um Substanzen wie Zink oder Titandioxid.

Ein großer Unterschied beider Sonnenschutz-Arten: Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern sollte man mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auftragen, denn es dauert, bis sie in die oberste Hautschicht dringen und wirken. Mineralische Filter dagegen wirken sofort. Meistens enthalten Sonnencremes eine Mischung aus chemischen und mineralischen UV-Filtern. Dann gilt es, auf jeden Fall die Sonnencreme richtig aufzutragen.

Wichtig dabei ist, dass man sich dick genug einschmiert. Und: regelmäßiges Nachschmieren ist ebenso wichtig. Mindestens alle zwei Stunden, oder nach dem Schwimmen, Abtrocknen, wenn man viel geschwitzt hat, oder vielleicht Sand die Sonnencreme abgerubbelt hat.

Aber zurück zu den zwei UV-Filter-Arten. Es gibt gute Gründe, warum man mineralische UV-Filter bevorzugen sollte: Zinkoxid oder Titandioxid haben den Vorteil, dass sie nicht zerfallen und nicht durch die Haut dringen. Sie lösen somit seltener allergische Hautreaktionen oder Irritationen auf der Haut hervor und sind deshalb insbesondere für Allergiker, die Haut von Kindern und Babys, oder Menschen mit empfindlicher Haut geeignet.

Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern enthalten dagegen häufig Substanzen, die im Verdacht stehen, hormonaktiv zu sein: Aufgrund ihrer Struktur entfalten sie im Körper eine Wirkung, die Hormonen ähnlich ist. Auf diese Weise können sie Stoffwechselprozesse stören und das Risiko für Tumoren erhöhen. Dazu zählen Substanzen wie Benzophenone, 4-Methylbenzylidencampher (4-MBC), Amiloxat (Isoamyl-4-methoxycinnamat), Homosalate oder Octocrylen.

Grundsätzlich sollten Sie beim Kauf von Sonnencreme also auf folgende Eigenschaften achten:

  • sie sollte vor UV-A und UV-B-Strahlung schützen
  • sie sollte nach Möglichkeit nur mineralische Filter wie Zinkoxid (Zinc Oxide) oder Titandioxid (Titanium dioxide) enthalten
  • sie sollte frei von Nanopartikeln sein

Insbesondere bei Sonnencremes mit mineralischen Filtern ist der letzte Punkt wichtig: Um den weißen Film zu vermeiden, den mineralische UV-Filter oft auf der Haut erzeugen, verwenden Hersteller häufig Partikel in Nanogröße. Diese sind winzig klein und daher angenehmer aufzutragen - ohne Weißeleffekt. Allerdings sind sie aufgrund ihrer geringen Größe auch umstritten, denn noch ist nicht vollständig geklärt, ob sie durch die Haut dringen und in den Körper gelangen und möglicherweise schädlich sein können.

Ohne Nanopartikel, bitte!

Panik ist nicht angebracht, dennoch sollte man möglichst auf Nanopartikel verzichten. Sonnencremes, die mineralische UV-Filtern in Nanogröße enthalten, erkennt man ganz einfach: Hinter dem jeweiligen Inhaltsstoff findet sich dann das Wort ‘Nano’ in Klammern, zum Beispiel Zink Oxide (Nano).

Bei TOBS sind Sie in allen Punkten auf der sicheren Seite: Die Bio-Sonnencremes von TOBS basieren alle auf mineralischen UV-Filtern, die sowohl vor UV-A und UV-B-Strahlen schützen, frei von Nanopartikeln sind - und dennoch keinen weißlichen Film auf der Haut hinterlassen.

Aber vergessen Sie nicht: Egal ob chemisch oder mineralisch - Sonnencreme schützt Ihre Haut nur eine gewisse Zeit. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger können Sie in der Sonne verweilen, ohne dass ein Sonnenbrand entsteht. Experten empfehlen für Erwachsene mindestens LSF 20, für Kinder mindestens LSF 30 oder 50.

Schützen Sie Ihre Haut mit Naturkosmetik - dann können Sie Ihr Sonnenbad ganz risikofrei genießen!


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