Juli 21, 2021 3 Lesedauer

Sie dauern einige Jahre und werden sehr individuell wahrgenommen: Die Zeiten des Wechsels im Leben einer Frau. Für manche ist das Thema ein absolutes Tabu, andere fühlen sich endlich angekommen in der Mitte des Lebens. Auch wenn sie manchmal Beschwerden mit sich bringen, sind Wechseljahre doch wunderbarerweise keine Krankheit, sondern können sogar befreiend und erleichternd sein.

Der Zustand ist der Pubertät ähnlich. Auch die ist gefürchtet. Manchmal ebenso unbegründet. Wahr ist: Die Veränderungen in der Menopause sind Herausforderungen. Und tatsächlich ändert sich etwas spürbar: Die beiden Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sinken. Das ist ein natürlicher und sehr langsamer Vorgang, mit dem der weibliche Organismus umgehen kann. Schließlich hat er zuvor oft bis zu 30 Jahre lang monatliche, zyklische Höchstleistungen vollbracht. Dazu noch Schwangerschaften, Geburten, Stillzeiten.

Ältere Frau: Mit Heilpflanzen entspannt durch die Wechseljahre

Eine Umstellung, an die wir uns gewöhnen

Der Wechsel trifft jede Frau, wenn auch sehr unterschiedlich. Problematisch ist oft nicht die Tatsache, dass die Hormone weniger werden, sondern deren Schwankungen, und das daraus resultierende Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron. Denn das Verhältnis der beiden Hormone ist entscheidend für das weibliche Wohlbefinden.

Zunächst verändert sich der Zyklus. In der Regel wird er kürzer, dann fällt mal die ein oder andere Blutung aus. Starke, aber seltene Blutungen folgen. Häufig sind auch Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und unruhiger Schlaf. Und manchmal kommt es sogar zu unangenehmen Herz-Kreislaufproblemen.

Belastend sind seelische Symptome, wie Ängste und Niedergeschlagenheit, aber auch Gewichtszunahme, Haarausfall und trockene Haut machen natürlich zu schaffen. Wassereinlagerungen, Migräne oder Übergewicht entstehen eher bei einem Mangel von Progesteron und einem zu hohen Östrogenspiegel. Hitzewallungen und trockene Haut und Schleimhäute sind ein Ergebnis verminderter Östrogene.

Älterwerden? Ein Privileg!

Es ist eine Zeit, in der wir uns mit dem Älterwerden auseinandersetzten müssen. Dabei ist es wichtig, auch wahrzunehmen, dass Älterwerden ein Privileg ist und eine neue Chance bietet, das Frausein zu erleben. Je wohler wir uns dabei fühlen können, umso schöner und kraftvoller kann es weitergehen. Auch der ehrliche Austausch mit anderen Frauen kann unheimlich helfen. Bewegung und gesunde Ernährung natürlich ebenso.

Ältere Frau: Mit Heilpflanzen entspannt durch die Wechseljahre

Manchmal bedarf es eines Therapeuten wie etwa die vertraute Frauenärztin, eine Osteopathie-Behandlung oder naturheilkundliche Empfehlungen der Heilpraktikerin, denn es gibt tatsächlich einige effektive Methoden, um mit klimakterischen Beschwerden umzugehen.

Mit sich selbst liebevoll umgehen, den Körper, der so viel leistet, wertschätzen und sich Gutes tun: Das sollte nun besonders im Fokus stehen. Heilpflanzen und können dabei unterstützen.

Pflanzen und natürliche Wirkstoffe können helfen

Welche das sind? Hier eine kleine Liste mit Tipps und Pflanzen, deren Substanzen zum Teil sogar eine sanfte hormonähnliche Wirkung haben – und so dabei helfen, Beschwerden zu lindern.

  • Bei Hitzewallungen kann ein kalter Tee mit Salbei helfen. Auch Waschungen mit Salbei kühlen angenehm.
  • Melisse beruhigt, gleicht aus und mindert nervöse Unruhe. Schon das Einatmen ihres Dufts kann Entspannung bringen
  • Das Pulver der südamerikanischen Maca-Pflanze mindert die Stressbelastung, gleicht hormonell aus, fördert ein intaktes Immunsystem und die Zellerneuerung der Haut.
  • Eine traditionelle Frauenheilpflanze ist die Rose. Sie hellt die Stimmung auf, löst Ängste, stärkt das Herz und verleiht äußerlich vitale Strahlkraft.
  • Hautregenerierend sind Heilpflanzen wie der Sanddorn, der Granatapfel und die Aloe Vera. Sie durchfeuchten trockene Haut und Schleimhaut bei sinkendem Östrogenspiegel.
  • Hamamelis wirkt wundheilend und antioxidativ falls die Haut durch die hormonelle Umstellung mit entzündlichen Unreinheiten reagiert.
  • Die Meisterwurz beugt der Hautalterung vor, in dem sie die Haut wirksam vor Umwelteinflüssen schützt. Auf der seelischen Ebene gibt die kraftvolle Heilpflanze Mut, den eigenen Weg zu gehen.
  • Der aromatische und beliebte Basilikum ist leicht östrogenartig. Sein ätherisches Öl macht gute Laune, ist verdauungsfördernd und hilft gegen hormonell bedingten Haarausfall.

Gastautorin: Saskia Straße von Ridder

Saskia Straße - Heilpraktikerin

Saskia ist Heilpraktikerin für Frauenheilkunde. Dabei geht es ihr immer darum, Frauen zu stärken – in ihrem Wohlbefinden, ihrer Gesundheit und ihrer Persönlichkeit. Mehr über sie und ihre Arbeit in Ihrer Naturheilkunde-Praxis erfährst du auf ihrer Webseite.


Schreib einen einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.